12.05.2003

DEUTSCHLAND

Yahoo setzt auf Bezahldienste

Die deutsche Yahoo-Tochter will die Hälfte des Umsatzes mittelfristig mit Bezahldiensten machen.

Dadurch soll die Abhängigkeit von den Werbeerlösen reduziert werden, sagte Deutschland-Chef Franz Dillitzer der "Süddeutschen Zeitung". In den USA erzielt das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits 50 bis 60 Prozent seines Umsatzes mit kostenpflichtigen Diensten.

Vor allem im Bereich der elektronischen Partnervermittlung will Dillitzer Kasse machen. In den USA können Singles für 19,95 USD pro Monat mit Yahoo nach einem Partner suchen.

Werbeabhängig

Bisher finanziert sich Yahoo-Deutschland erst zu 20 Prozent aus Bezahldiensten, 80 Prozent stammen noch aus Werbeerlösen.

Neben der neuen Partnervermittlung sollen die bereits existierenden kostenpflichtigen Handydienste und technische Dienste das Publikum an das Zahlen gewöhnen.

Der amerikanische Internet-Portalbetreiber war auf Grund der Erfolge mit seinen Bezahldiensten im ersten Quartal 2003 mit einem Überschuss von 46,7 Millionen USD [40,5 Mio Euro] wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Fehlbetrag von 53,6 Millionen USD verzeichnet.