News Corp. schützt sich vor Übernahme
US-Medienmogul Rupert Murdoch hat mit einem Anteilstausch die Gefahr einer Übernahme von News Corp. abgewendet.
News Corp. gibt nach eigenen Angaben vom Freitag seine Kontrollbeteiligung an dem Unternehmen DirecTV an Liberty Media ab und erhält im Gegenzug die Anteile im Volumen von etwa elf Milliarden Dollar, die Liberty an News Corp. hält.
Liberty hält 20 Prozent an News Corp.
Liberty-Chef John Malone und Murdoch waren früher Verbündete: Malone hatte seinen jetzigen Konkurrenten einst vor dem Konkurs gerettet.
Allerdings hatte Murdoch Maßnahmen gegen eine mögliche feindliche Übernahme ergriffen, nachdem Malone seinen News-Corp.-Anteil 2004 auf 20 Prozent gesteigert hatte.
News Corp. besitzt unter anderem den Filmkonzern 20th Century Fox und die Online-Plattform MySpace.
Zwei Jahre verhandelt
Mit der Vereinbarung enden fast zweijährige Verhandlungen zwischen Murdoch und Malone. News Corp. zufolge geht der 38,5-Prozent-Anteil, den die Firma bisher an dem führenden US-Satellitenfernsehbetreiber DirecTV hielt, nun an Liberty.
Zudem erhalte Liberty 550 Millionen Dollar in bar und drei regionale Sportsender. Dafür gebe Liberty seinen News-Corp.-Anteil von aktuell 16,3 Prozent an News Corp. ab.
Die Führungsgremien der beiden Konzerne haben dem Anteilstausch bereits zugestimmt, der bis zur zweiten Jahreshälfte 2007 abgeschlossen werden soll.
(Reuters)
