Tele.ring mit erstem positiven Quartal
Der Wiener Mobilfunk- und Festnetzanbieter tele.ring hat heuer erstmals seit dem Start vor drei Jahren ein positives EBITDA erwirtschaftet, erklärte tele.ring-Chef Hubertus Hofkirchner am Donnerstag.
Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung wurde demnach von minus 2,6 Mio. Euro im 1. Quartal 2002 auf plus 3,9 Mio. Euro im 1. Quartal 2003 verbessert. Der Gesamtumsatz habe sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 38 Prozent auf 69,2 Mio. Euro und der Umsatz pro Kunde um 15 Prozent auf 42,8 Euro erhöht.
Insgesamt habe das Unternehmen 562.000 Kunden gegenüber 455.000 im Vorjahresquartal, davon 169.000 im Festnetzbereich. Im Mobilfunkbereich konnte tele.ring laut Eigenangaben die Kundenzahl um 15 Prozent auf 393.000 erhöhen, die Zahl der Festnetzkunden sei gleich geblieben.
Im Mobilfunk erreichte der lukrative Vertragskundenanteil 66 Prozent, was der höchste Anteil an Vertragskunden auf dem heimischen Mobilfunkmarkt sei, versichert Hofkirchner. Demnach wäre das "enorme" Wachstum auf dem Mobilfunkmarkt nicht zuletzt auf das Abwerben von Mehrwertkarten-Nutzern der Mitbewerber zu erklären. Tele.ring ist eine 100-prozentige Tochter des US-Telekom-Betreibers Western Wireless International und verfügt über eine der sechs heimischen UMTS-Lizenzen.
Tele.ringFreundlicher Ausblick
Für heuer erwartet der tele.ring-Geschäftsführer ein "deutlich positives EBITDA" und verspricht eine Offensive im Geschäftskundenbereich - sowohl im Mobilfunk wie auch im Festnetzbereich: "Wir sind perfekt auf den Verdrängungswettbewerb ausgerichtet."
Ziel sei es, beim Wachstum und beim Preis die Nummer eins zu bleiben, ergänzte Marketingchef Michael Krammer.
Der UMTS-Start der Mitbewerber mobilkom und "3" bestätige den Kurs von tele.ring, von teuren Experimenten vorerst abzusehen, schließlich würden einige tele.ring-GPRS-Handys eine schnellere Datenübertragung als die Modelle der UMTS-Anbieter ermöglichen, so Hofkirchner.
Außerdem sei es der falsche Weg, den Kunden vordefinierte UMTS-Inhalte anzubieten, wie das die Wettbewerber A1 und "3" täten.
