Klage wegen Microsoft-Sicherheitslücke
Eine Gruppe von Privatpersonen in Südkorea hat eine Klage gegen die koreanische Niederlassung des Softwareriesen eingereicht.
Grund ist der Schaden, den der Internet-Wurm "SQL Slammer" im Jänner dieses Jahres angerichtet hat. Der Wurm infizierte weltweit Tausende Rechner, die Microsofts SQL-Server-2000-Software installiert hatten.
Südkorea war besonders stark betroffen. So gingen viele Provider auf Grund des Datenaufkommens, das der Wurm verursachte, in die Knie. Die Bankomaten einer Bank funktionierten nicht, auch das Notrufsystem in einer Provinz fiel aus.
1.500 User vertreten
Die klagende Gruppe vertritt mehr als 1.500 Internet-Nutzer, 70
Betreiber von Internet-Cafes und eine Online-Shoppingsite.
SQL Slammer war erster "Flash-Worm"Die Gruppe wirft Microsoft vor, schuld an der Sicherheitslücke zu sein. Beobachter bezweifeln aber, ob die Gruppe mit ihrer Klage Erfolg haben wird. Zwar gilt in Südkorea die Gesetzeslage, dass Konsumenten Schäden, die durch fehlerhafte Produkte entstehen, einklagen können. Doch der umfassende Vertrag, der mit dem Kauf der Software eingegangen wird, schließt derartige Haftungen aus.
