05.05.2003

DEUTSCHLAND

EA klagt gegen C&C-Indizierung

Electronic Arts [EA] hat vor dem Verwaltungsgericht Köln Klage gegen die Indizierung des Strategiespiels "Command & Conquer: Generals" eingebracht.

Das Unternehmen fühlt sich durch die daraus resultierenden Einschränkungen im Handel "politisch" benachteiligt, heißt es in einer Aussendung der US-Softwareschmiede.

Nicht hinnehmbar

EA könne das "fragwürdige Vorgehen der BPjM in diesem Fall nicht einfach hinnehmen", so EA-CEO Jens Uwe Intat. Eine nachträgliche Indizierung eines durch die freiwilligen Selbstkontrolle der Unterhaltungssoftware [USK] zugelassenen Spiels sei durch das Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes zum 1. April 2003 nicht mehr möglich.

"C&C: Generals" wurde von der USK ab 16 Jahren eingestuft. Zudem seien die Jugendschützer bisher der Einschätzung der USK gefolgt. EA Deutschland fühle sich vielmehr als Tochter eines US-Konzerns "aus politischen Gründen ungerecht behandelt".

Das Ministerium hat vor allem den "aktuellen weltpolitischen Bezug" kritisiert.