Erster "Tauschbörsen-Pirat" verhaftet
Nachdem die US-Musikindustrie Anfang April erstmals vier Studenten vor Gericht gebracht hatte, wurde nun auch der erste deutsche Student geschnappt.
Der Informatikstudent aus dem bayrischen Fürth betrieb laut IFPI Deutschland einen Napster-Klon, über den er im Internet mehrere Millionen Songs zum Download anbot.
Gegen den Mann läuft nun ein Strafverfahren wegen Urheberrechtsverletzungen. Diese können mit Haft- oder Geldstrafen geahndet werden. Auch zivilrechtliche Forderungen der Rechteinhaber werden erwartet.
12.000 bis 17.500 USD Strafe für US-Studenten
Die Klage der US-Musiklobby gegen die vier Studenten endete
Anfang Mai mit einem außergerichtlichen Vergleich. Die Beklagten
verpflichteten sich zu Zahlungen zwischen 12.000 und 17.500 USD.
Ursprünglich hatten die Plattenlabels eine Schadenersatzsumme in
Höhe von 98 Mrd. USD gefordert.
Campus-Piraten zahlen RIAA-BußeÜber IP-Adresse Identität ermittelt
Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass wochenlang täglich im Durchschnitt 3.000 Teilnehmer über das OpenNap-Netzwerk mehr als eine Million Musiktitel zum Download anboten.
Daraufhin erstattete die IFPI Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, die über die IP-Adresse und den Provider des Anbieters dessen Identität ermittelte.
Bei der Verhaftung wurden sechs PCs und weitere Beweisstücke beschlagnahmt.
