Bilanzfälschungsskandal in Deutschland
Das Softwareunternehmen Ixos muss wegen gefälschter Kundenaufträge seine Umsatz- und Ergebniszahlen korrigieren.
Ein Mitarbeiter des Vertriebs in Belgien habe sechs Kundenaufträge gefälscht, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Dienstag mit. Für die letzten Halbjahreszahlen sei daher zuv iel Umsatz und Ergebnis ausgewiesen worden.
Die Situation sei trotz der Fälschungen unter Kontrolle. "Es handelt sich bei diesem Betrugsfall um ein isoliertes Einzelereignis", hieß es.
Der hausinterne Betrug sei der Controlling-Abteilung aufgefallen. Der Jahresabschluss 2001/2002 sowie die relevanten Quartalsabschlüsse 2002/2003 müssten korrigiert werden, teilte das ehemals auf dem Neuen Markt notierte Unternehmen aus Grasbrunn bei München mit.
Ixos0,8 Millionen Umsatz gefälscht
In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2001/2002 sei ein überhöhter Lizenzumsatz von 0,8 Millionen Euro ausgewiesen worden, was 0,7 Prozent des Jahresumsatzes entspreche.
Der damit verbundene überhöhte operative Ergebnisausweis betrage 0,7 Millionen Euro, was neun Prozent des operativen Ergebnisses entspreche. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 sei der überhöhte Lizenzumsatz und Ergebnisbetrag bei 0,3 Millionen Euro gelegen.
In den ersten neuen Monaten des Geschäftsjahres 2002/2003 geriet Ixos zudem wegen hoher Akquisitionskosten und Währungseffekten in die roten Zahlen und wies einen operativen Verlust von 0,75 Millionen Euro aus. Für das vierte Quartal erwarte Ixos ein positives operatives Ergebnis, hieß es weiter. Ixos entwickelt Software für die Verwaltung und Archivierung von Dokumenten.
