Internet-Liebling wird Filmstar
Der ehemalige irakische Informationsminister Mohammed Said el Sahhaf, von seinen Fans "MSS" genannt, ist vor allem durch zahlreiche Websites nach dem erzwungenen Ende seiner "TV-Karriere" zum Star avanciert.
Jetzt steht MSS nicht nur vor einer Karriere als Pop- sondern auch noch als Filmstar: Nach nur einer Woche wurden in Ägypten die Dreharbeiten zu einem Spielfilm über einen besessenen Bewunderer des Ministers abgeschlossen, wie Produzent Abu el Kassem Omar Rageh am Montag in Kairo mitteilte.
Nach Angaben Ragehs kam es bei den Dreharbeiten in den Straßen von Kairo zu Tumulten, weil Passanten den Schauspieler wegen der verblüffenden Ähnlichkeit für den echten Sahhaf hielten. Der Film soll zunächst als zwölfminütige Kurzversion in arabischen Fernsehsendern gezeigt werden. Im Sommer soll dann die lange Version in die Kinos kommen. Der durch mehrere Kriegsaufnahmen unterbrochene Spielfilm solle den Krieg und die "lügenhafte" arabische Darstellung verurteilen, sagte Rageh.
Internet macht Minister zum PopstarWirrungen um einen Fan
In dem Streifen "Ich bin nicht Sahhaf" spielt der ägyptische Schauspieler Antar Hilal einen einfachen Mann von der Straße, der während des Irak-Kriegs Sahhafs berühmt-berüchtigte Pressekonferenzen im Fernsehen verfolgt und von ihnen so sehr in den Bann gezogen wird, dass er sich schließlich einbildet, er selbst sei der irakische Informationsminister.
Anfangs nimmt ihn niemand ernst, doch dann versucht seine Familie, ihn an die USA auszuliefern, um eine Belohnung zu kassieren.
MSS-Fan-Site
