06.05.2003

G-8

Bildquelle: fuZo

Biometrie in Reisepässen soll kommen

Die Innen- und Justizminister der führenden Industrieländer und Russlands [G-8] wollen zur Bekämpfung des Terrorismus Reisepässe fälschungssicherer machen.

Die Minister hätten sich am Montag bei der Innen- und Justizministerkonferenz in Paris auf die Aufnahme biometrischer Merkmale wie Fingerabdrücke oder Augenprofile in Reisedokumente geeinigt, so der französische Innenminister Nicolas Sarkozy.

Die USA und Frankreich werden demnach gemeinsam eine G-8-Arbeitsgruppe zur Biometrie leiten. Experten sollen bis zum Jahresende prüfen, ob Strichcodes oder ein Chip im Ausweispapier biologische Besonderheiten für eine sichere Identitätskontrolle festhalten sollten. "Solche Techniken sind dringend", so Sarkozy.

USA wollen Biometrie bei Einreise

Die USA wollen ab Ende dieses Jahres die Identität aller ausländischen Besucher bei der Einreise mit biometrischen Maßnahmen wie Irisscans, digitalen Fotos oder Fingerabdrücken überprüfen und festhalten.

Ein neues Programm erlaubt den US-Behörden die Ein- und Ausreise aller Touristen, Studenten und Geschäftsleute über See oder via Flugzeug zu verfolgen.

Das Programm soll nach den Plänen der US-Heimatschutzbehörde bis Ende des Jahres in Häfen und internationalen Flughäfen in Betrieb sein. Bis 2005 soll dann die Ausweitung auf die Grenzen zu Kanada und Mexiko folgen.