01.05.2003

DRM & CO

Bildquelle: PhotoDisc

GEMA-Chef will Urheberrechts-Verschärfung

Angesichts der leichten Verbreitung digitaler Formen geistigen Eigentums im Netz hat sich die deutsche musikalische Verwertungsgesellschaft GEMA zu Wort gemeldet.

Anlässlich ihres 100jährigen Bestehens der Institution hat der GEMA-Vorstandsvorsitzende Reinhold Kreile heute wenig überraschend den Gesetzgeber aufgerufen, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

"Wenn es die GEMA nicht gäbe, müsste sie spätestens jetzt gegründet werden", lobt sich Kreile. "Je leichter die Verbreitungsmöglichkeiten sind, desto weniger können sie noch kontrolliert werden."

GEMA hat Problem mit privater Kopie

Dabei sei einiges aber noch offen geblieben, wie zum Beispiel das Problem der Vervielfältigungsmöglichkeiten zum privaten Gebrauch, was auch der Musikindustrie zu schaffen mache, sagte Kreile. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich hat der Gesetzgeber zur Freude der Konsumenten das Recht auf Privatkopie ausdrücklich bekräftigt.

Die GEMA fordert aber eine Anpassung der "viel zu geringen pauschalen Vergütung" durch die Geräteindustrie.

Es sei auch nicht einsehbar, dass dieselbe Industrie, die immer neue Möglichkeiten zur digitalen Verbreitung schaffe, nicht auch neue Kontrollmechanismen einrichten könne. "Das ist doch eine Frage des Wollens", meinte Kreile.

Ein großes Problem sei auch die ungeheure Menge von verkauften CD-Rohlingen. "Wenn inzwischen nahezu so viel unbespielte Tonträger wie bespielte verkauft werden, dann weiß man, was die Stunde geschlagen hat. Hier werden musikalische Werke in einem riesigen Ausmaß genutzt, ohne die Komponisten und Textdichter zu vergüten."