EU harmonisiert Frequenzen

funk
14.12.2006

Die Kommission bekräftigt ihr Engagement für die EU-weite Harmonisierung der Frequenzen für drahtlose Geräte mit geringer Reichweite und RFIDs.

EU-Medienkommissarin Viviane Reding veröffentlichte am Donnerstag in Brüssel eine Pressemitteilung, in der sie die aktuellen Bestrebungen der EU zur Harmonisierung der Frequenzbänder für Funkanwendungen mit geringer Reichweite sowie Funkchips [RFIDs] in allen Mitgliedsstaaten zusammenfasst.

Als Beispiele für funkferngesteuerte Geräte nannte die Kommissarin Alarmanlagen, Garagentoröffner, Kopfhörer und Mikrofone. Alle solchen Geräte sollen in Zukunft in der ganzen Union auf gleicher Wellenlänge funken. Die Geräte sollen auch für Endanwender günstiger werden, da die Hersteller für den vereinheitlichten Binnenmarkt günstiger produzieren könnten.

RFID-Harmonisierung

Die Harmonisierung des RFID-Frequenzspektrums soll "die Entwicklung der RFID-Technologie in Europa" fördern, so die Kommissarin. Die entsprechende Entscheidung der Kommission wurde bereits am 25. November im Amtsblatt der EU unter der Nummer 2006/804/EC veröffentlicht.

In der Entscheidung werden die Mitgliedsländer angewiesen, innerhalb der kommenden sechs Monate die entsprechenden Frequenzen für die Funkchips freizumachen.

Die Funkchips sollen, so die Kommissarin, dafür sorgen, dass der Handel in der Union reibungslos ablaufe. Reding betont in der Aussendung nochmals ihr Engagement für die RFID-Technik, deren Artefakte von zahlreichen Datenschützern als "Schnüffelchips" bezeichnet werden, da sie die unauffällige Nachverfolgung von Gegenständen und Personen ermöglichen. Auch in den Sicherheitspässen sind diese Funkchips verbaut.

Laut Schätzungen der Kommission wird der Markt für RFID-Dienste und -Systeme in den 15 "alten" EU-Staaten bis zum Jahr 2010 einen Wert von vier Milliarden Euro erreichen.