Computer sollen Lippenlesen lernen
Der Halbleiterhersteller Intel hat auf seinem Developer Forum in Berlin ein Programm vorgestellt, das Computern das Lippenlesen beibringen soll.
Das System kommt aus der Forschungsabteilung von Intel und besteht aus einem Gesichtserkennungsalgorithmus und der "Audio Visual Speech Recognition" [ASVR]. Das Paket wird im Rahmen einer Open-Source-Lizenz für Entwickler veröffentlicht, welche die Spracherkennungsfähigkeiten ihrer Computer verbessern wollen.
Das System aus Gesichtserkennung und ASVR erkennt das Gesicht des Sprechers und folgt dessen Mundbewegungen. Die Synchronisation der Videodaten mit Sprachidentifizierung macht nach Angaben von Intel deutlich genauere Spracherkennung möglich.
Die ASVR-Software ist Teil der "Intel OpenCV Computer Vision Bibliothek". Diese Toolbox besteht aus mehr als 500 Bildverarbeitungsfunktionen, mit deren Hilfe Forscher bilderkennende Applikationen entwickeln können.
ASVRMehr Interaktion
Intel will mit der Technologie vor allem eine natürlichere Art der Interaktion zwischen Benutzer und Computer fördern.
"Die Erkennung durch den Menschen basiert nur selten auf einer einzigen Informationsart. Wir treffen Entscheidungen durch die Kombination von Informationen aus einer Vielzahl von Quellen", so Justin Rattner, Intel Senior Fellow der Enterprise Platform Group und Direktor des "Intel Microprocessor Research Lab".
Der US-Konzern forscht bereits seit Jahren nach Einsatzmöglichkeiten für Video-Applikationen auch im PC-Bereich. Die Code-Basis OpenCV wurde für eine Innovationsbeschleunigung in diesem Bereich entwickelt, indem sie Quellcode für einen weiten Bereich aus bilderkennenden und bildverarbeitenden Funktionen bereitstellt.
Die Software beinhaltet C-Source-Code für alle Funktionen der Bibliothek und eine Redistributionslizenz ohne anfallende Lizenzgebühren.
OpenCV
