Alcatel SEL schreibt rote Zahlen
Die schwierige Marktsituation in der Telekommunikationsbranche und die Kosten für den Personalabbau haben dem Stuttgarter Telekom-Ausrüster Alcatel SEL im vergangenen Jahr rote Zahlen beschert.
Der operative Verlust lag bei 17,1 Mio. Euro nach einem Vorjahresgewinn von 121,1 Mio. Euro, teilte Alcatel SEL am Montag mit.
Der Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich betrug wegen der hohen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen 137,9 Mio. Euro. Der Umsatz ging um 17 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro zurück, der Auftragseingang sackte um 27 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro ab.
Alcatel SEL, Tochter des französischen Alcatel-Konzerns, hatte zum Jahresende .2345 Stellen gestrichen und beschäftigte noch 7.192 Mitarbeiter. Rund 1.000 Menschen hatten in Outsourcing-Projekten einen neuen Arbeitgeber gefunden, mit 1.400 Mitarbeitern wurden Aufhebungsverträge und Altersteilzeit vereinbart. Mitte April hatten Geschäftsleitung und Betriebsrat am Stammsitz in Stuttgart für 4.200 Mitarbeiter einen Beschäftigungssicherungsvertrag vereinbart.
Alcatel SEL baut weitere 1.400 Stellen abPessimistische Aussichten
Auch für das laufende Jahr zeigt sich Alcatel pessimistisch: Angesichts der sich weiter verschärfenden Investitionszurückhaltung der meisten Netzbetreiber rechnet der Konzern mit einem weiteren Umsatzrückgang.
Das werde, wie bereits angekündigt, weitere Personalanpassungen erforderlich machen, hieß es. Weil die Kostensenkungsprogramme jetzt aber Wirkung zeigten, erwarte Alcatel 2003 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis.
