DRM und Linux sind kein Widerspruch
Mit einem Posting zur Integration von Digital Right Management [DRM] unter Linux auf der "Kernel Mailing List" hat Linus Torvalds eine heftige Diskussion in der Entwicklergemeinde ausgelöst.
"Ich will klarstellen, dass DRM mit Linux vollkommen in Ordnung ist", schrieb der Linux-Erfinder in seinem E-Mail, das auch auf der Webseite von "Linuxtoday" zu lesen ist.
"In Erwartung wirklich beeindruckender und umfassender Flames bin ich bereits in Deckung gegangen und auch die Asbest-Unterwäsche habe ich bereits angezogen."
Torvalds bekräftigt seine Auffassung, dass er nur ein "einfacher" Entwickler sei, der Open Source-Software ausschließlich unter technischen und nicht "politischen" Gesichtspunkten sieht.
Das Torvalds-MailSignierung gerechtfertigt
Torvalds betont aber, dass die General Public License [GPL] die Entwickler dazu verpflichtet, den Source-Code weiterzugeben. Die GPL limitiert nicht, was mit dem Kernel gemacht werden kann.
Eindeutig nicht erlaubt ist, private Schlüssel in dem Kernel zu verstecken, die dann nicht veröffentlicht werden, so Torvalds. Die Signierung eines Kernels, um seine Herkunft sicherzustellen, ist dagegen gerechtfertigt.
Die Äußerung steht im Widerspruch zu Teilen der Open-Source-Scene, die DRM vollständig ablehnt und deswegen eine entsprechende Regelung in der GPL verankert sehen möchte.
Torvalds verfolgt dagegen einen pragmatischen Ansatz. "Ich mag zwar DRM selber nicht, aber ich will mit Linux keine Politik betreiben", schreibt Torvalds. Einziges Ziel sei ein besseres Betriebssystem für jeden.
