EBay kämpft um technische Grundlagen
EBay muss in den nächsten drei Wochen vor Gericht im Wortsinn um die Grundlagen seines Geschäfts kämpfen:
Der E-Commerce-Ausrüster MercExchange hat das Unternehmen wegen Patentverletzungen auf mehrere Millionen USD Schadenersatz verklagt.
Dabei geht es um verschiedene Automatisierungsmethoden für den Betrieb von Auktions- und Shopping-Seiten im Netz, auf die MercExchange-Gründer Thomas Woolston Patente halten soll.
Ein Patentexperte schätzt, dass die maximale Summe, die MercExchange erstreiten könnte, knapp über 100 Mio. USD liegen könnte. EBay hat erst am Mittwoch nach einer deutlichen Gewinn- und Umsatzsteigerung im ersten Quartal seine Geschäftsziele angehoben.
EBay steigert Gewinn und UmsatzStreitgeschichte
Einige Patente wurden bereits fünf Monate vor eBays Start im Sommer 1995 anerkannt. Die ersten Ideen zu Marktplätzen und Auktionsangeboten will Woolston bereits Ende der 80er gehabt haben, als er sich mit Computernetzwerken beschäftigte.
1994 setzte er seine Vorstellungen dann erstmals um. Mit einem Angebot zum Verkauf und Tausch von Baseball-Sammelkarten wurden angeblich "wichtige Erkenntnisse über die Besonderheiten des Online-Handels" erzielt.
EBay hat vor zwei Jahren ein Kaufangebot für die Rechte Woolstons abgelehnt. Das Unternehmen argumentiert jetzt, dass es die Ideen, die Woolston als patentwürdig reklamiert, gar nicht benutze.
Darüber hinaus sollen Woolstons Patente laut eBays Verteidigern aber auch hinfällig sein, da die Ideen schon vor der Erteilung von Dritten angewandt wurden.
