Nintendo droht Patentärger mit Wiimote

InfraRot
11.12.2006

Neben der Flugfreudigkeit mancher Controller kommt auf Nintendo weiterer Ärger zu: Die Wiimote soll ein US-Patent verletzen.

US-Medien zufolge reichte die US-Firma Interlink Patentklage gegen den japanischen Spielehersteller bei einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware ein.

Patent auf Infrarot-Eingabegeräte

Mit dem neuartigen Controller der Wii-Konsole soll Nintendo ein bereits 2005 angemeldetes Patent von Interlink verletzen. Dabei geht es um ein über Infrarot gesteuertes Eingabegerät.

Interlink stellt Computerzubehör wie Fernbedienungen und Tastaturen her. Für ein elektronisches Gerät, das etwa als Mausersatz dienen kann, hält das Unternehmen ein Patent.

In der bereits am 4. Dezember eingereichten Klage wirft das Unternehmen Nintendo vor, mit dem Wii-Controller dieses Patent zu verletzen, und fordert Schadenersatz sowie Unterbindung der Patentverletzung.

Der neue Wii-Controller

Der Controller für die Wii besteht aus zwei Teilen, der Wiimote und dem Nunchuk. Beide funken kabellos via Bluetooth über eine Entfernung von maximal zehn Metern, das Signal wird mit einem Sensor, der nahe beim Fernseher platziert werden sollte, eingefangen.

Die Wiimote dient zum Anvisieren und Steuern der Spielobjekte auf dem Bildschirm. Der Nunchuk hat ebenfalls einen integrierten Bewegungssensor sowie einen Analogstick und wird über Kabel an die Wiimote angeschlossen.

Kurz vor dem Europastart soll es durch übereifrige Spieler bereits zu leichten Unfällen gekommen sein. Nintendo hat mittlerweile vor einem übertriebenen Spieleinsatz gewarnt.

(dpa)