SingTel holt sich 351 Mio. an der Börse
Singapore Telecommunications [SingTel], Südostasiens größte Telefongesellschaft, hat am Dienstag den Börsengang ihrer Posttochter Singapore Post [SingPost] gestartet.
Durch das IPO sollen insgesamt über 680 Mio. Singapur Dollar [351 Mio. Euro] lukriert werden, die zum Abbau des Schuldenberges des Unternehmens verwendet werden. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, handelt es sich bei dem Börsengang um das größte IPO in Asien in diesem Jahr.
Insgesamt sollen 1,14 Mrd. Aktien auf den Markt geworfen werden, darunter auch beinahe 20 Mio. Anteilsscheine, die für Manager und Beschäftigte reserviert waren.
Der maximale Preis pro Aktie wird bei 0,6 Singapur Dollar [31 Eurocent] liegen, ein Wert, der über dem liegt, was Marktteilnehmer erwartet hatten. SingPost verfügt über 63 Postämter in dem Stadtstaat und hatte in den vergangen drei Jahren regelmäßig Gewinne in der Höhe von 100 Mio. Singapur Dollar [51,3 Mio. Euro] an seine Mutter abgeliefert.
SingTel-StatementSchulden abbauen
Mit dem Erlös aus dem IPO soll der Schuldenberg des Unternehmens in der Höhe von rund zehn Mrd. Singapur Dollar [5,13 Mrd. Euro] reduziert werden.
SingTel hatte die Verbindlichkeiten durch ausgedehnte Akquisitionen in der asiatisch-pazifischen Region angehäuft. Unter anderem war Optus, Australiens zweitgrößter Telekom-Provider, übernommen worden.
Unterdessen hat SingTels Mobilfunktochter ein Abkommen mit der japanischen NTT DoCoMo abgeschlossen, unter dem die gemeinsame Entwicklung von 3-G-Technologien auf Basis des W-CDMA-Standards betrieben werden soll. Vor allem sollen die Interoperabilität der beiden 3-G-Netzwerke sichergestellt und die Handsets aufeinander abgestimmt werden.
