Suche nach dem Internet-Schutzpatron
Die Suche nach dem Schutzpatron für das Internet ist noch immer nicht entschieden.
berichtete die futureZone über angeregte Debatten rund um die Heiligenwahl.
Der Vatikan präferiert eindeutig Isidor von Sevilla, der im siebenten Jahrhundert lebte. Er gilt als Autor der ersten Enzyklopädie "Etymologiae", in der sich Einträge zur Medizin, Mathematik, Geschichte und Theologie finden.
Letztes Jahr sah es so aus, als würde sich der Papst nach drei Jahren Kontemplation für einen Schutzpatron entscheiden.
Online-Umfrage mit 75.000 Teilnehmern
Mitnichten: Italiens katholische Tageszeitung "L'Avvenire" hat
daher eine Online-Umfrage gestartet, deren Ergebnisse nun vorliegen.
Die UmfrageFür Internet-User und Programmierer
Rund 75.000 Internet-User nahmen an der Umfrage teil. Die katholischen Web-Surfer schlagen sowohl den italienischen Priester und Sozialpädagogen Don Giovanni Bosco [1815-1888] als auch Beato Giacomo Alberione als Schutzpatrone der Internet-Nutzer und Programmierer vor.
Don Bosco, der wegen seines Einsatzes für den Schutz der Kinder und der Jugend in Italien besonders beliebt ist, erhielt 33,5 Prozent der Stimmen laut der Abstimmung.
Unter anderen wurden die "Kandidaturen" der Heiligen Klara von Assisi und des 1982 heilig gesprochenen Auschwitz-Märtyrers Maksymilian Kolbe eingereicht, der im Medienbereich tätig war.
Das Resultat der Umfrage soll dem Vatikan vorgestellt werden.
Das Verfahren für die Bestimmung eines Schutzpatrons ist langwierig. Unter anderem wird die vatikanische Heiligsprechungs-Kongregation befragt, bevor schließlich die Gottesdienst-Kongregation dem Papst gegenüber ihr Votum abgibt.
Semper online
Im Medienbereich gibt es bisher nur Schutzheilige für das Radio [der Erzengel Gabriel], für das Fernsehen [die Heilige Klara] und für die Presse [der Heilige Franz von Sales].
