Gewinne bei Amazon erwartet
Erneut erwarten Analysten von Amazon.com schwarze Zahlen: Das Internet-Handelsunternehmen aus Seattle hatte bei Vorlage der überraschend guten Zahlen zum Schlussquartal angekündigt, das erste Quartal 2003 mit einem Pro-forma-Ergebnis von fünf bis 20 Mio. USD abzuschließen.
Im Vorjahreszeitraum hatte Amazon einen minimalen Verlust erlitten. Beim Umsatz plant Amazon mit einem Plus auf 1,025 bis 1,08 nach 0,85 Mrd. USD im Vorjahr.
Amazon.com auf "Underweight"
Doch trotz der erwarteten positiven Umsatz- und Gewinnentwicklung
beurteilen zahlreiche Analysten die Aktie kritisch: Goldman Sachs
etwa bewertet Amazon mit "in line", und J.P. Morgan hat die Titel
erst kürzlich auf "Underweight" abgestuft. Der Aktienkurs sei
bereits sehr hoch, hieß es zur Begründung.
Amazon.comKonkurrenz schläft nicht
So entspreche der aktuelle Marktwert von Amazon etwa dem Vierfachen der beiden "traditionellen" Unternehmen Barnes & Noble und Borders zusammen, rechnet das Magazin "Barron's" vor.
Abgesehen davon habe Amazon nur wenig Möglichkeiten, ein Plus bei Umsatz und Margen zu erzielen, geben die Analysten von J.P. Morgan weiter zu bedenken und meinen damit vor allem das "klassische" Buch-, Musik- und Videogeschäft.
Auch stehe Amazon das saisonal schwache Sommerquartal zuvor, und die mögliche Einführung der Umsatzsteuer auf online gekaufte Waren könnte dem Internet-Unternehmen weitere Einbußen bescheren.
