BenQ will Finanzierungsplan aufstellen

krise
07.12.2006

Anleihe geplant, Kreditgeber gesucht

Der unter hohen Verlusten leidende taiwanische Elektronikkonzern BenQ schnürt ein millionenschweres Finanzierungspaket:

BenQ plant die Emission einer unverzinsten, fünfjährigen Umtauschanleihe auf seine Aktien an der AU Optronics, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

BenQ hält derzeit 9,6 Prozent an dem taiwanischen Hersteller von Flachbildschirm-Elementen. Der Anteil ist an der Börse derzeit mit rund 760 Millionen Euro bewertet. BenQ soll außerdem auf der Suche nach Kreditgebern sein, die dem Unternehmen 116 bis 140 Millionen Euro leihen.

Siemens-Handysparte zog nach unten

BenQ geriet nach der Übernahme der stark defizitären Siemens-Handysparte vor gut einem Jahr in die roten Zahlen. Ende September schickten die Asiaten ihre deutsche Tochter schließlich in die Insolvenz.

Allein im dritten Quartal häufte der einst rentable Konzern, der vom Computerhersteller

Acer abgetrennt wurde, einen Verlust von 284 Millionen Euro an.

Neben seinem Mobilfunkgeschäft fertigt BenQ vor allem Computerkomponenten für Dell und Hewlett-Packard und produziert Flachbildschirm-Fernseher, Digitalkameras und Laptops unter seiner eigenen Marke.

(Reuters)