Erste erhöht Online-Trading-Gebühren

Aktienhandel
07.12.2006

Nach Relaunch fast doppelt so hohe Spesen

Die Erste-Bank-und-Sparkassen-Gruppe hat für ihre privaten Kunden die Gebühren und Spesensätze für den Online-Wertpapierhandel kräftig erhöht.

Für den Kauf und Verkauf von Aktien, die an der Wiener Börse gelistet sind, fallen nach dem jüngsten Relaunch des Sparkassen-Internet-Auftritts nunmehr fast doppelt so hohe Spesensätze an.

0,9 statt 0,5 Prozent

Statt bisher 0,5 Prozent werden 0,9 Prozent des Transaktionswertes an eigenen Gebühren verrechnet. Die Mindestspesen wurden um 30 Prozent von 21,55 auf 28 Euro erhöht.

Beim Handel mit Wertpapieren, die an ausländischen Börsen gelistet sind, wurden die Mindestspesen auf 40 Euro erhöht, die prozentuellen Spesen betragen ebenfalls 0,9 Prozent des Transaktionswertes.

"Völlig neues Produkt"

Laut Erste Bank könne von einer Verteuerung nicht gesprochen werden. Vielmehr sei das alte Produkt gekündigt worden und jetzt gebe es ein "völlig neues Produkt", sagte eine Sprecherin der Bank. Dieses sei anders und funktioniere besser.

Gemeinsamer Auftritt

Seit Ende November tritt die Gruppe im Internet einheitlich auf. Im Zuge des Relaunches sei die bisherige Wertpapierhandelsplattform Nettrading.at in die Netbanking-Oberfläche integriert worden und werde seither nicht mehr angeboten, heißt es auf der Nettrading-Homepage. Von einer Kündigung ist nichts zu lesen. Die Wertpapierfunktionen finden sich im Netbanking unter "Wertpapierservice".

(APA)