Justizministerin gegen Spielverbot
Bayern drohte Gewalt-Gamern mit Haft
Die deutsche Justizministerin Brigitte Zypries [SPD] lehnt das von Bayern und Niedersachsen vorgeschlagene schärfere strafrechtliche Vorgehen gegen Computerspiele mit Gewaltdarstellungen ab.
Die bayrische Staatsregierung hatte am Dienstag erste konkrete Pläne für ein Verbot von Computerspielen mit exzessiven Gewaltdarstellungen vorgelegt. Die Verbreitung von Gewalt-Games soll mit Geldstrafen und Haft bis zu einem Jahr belegt werden.
Nach den bisherigen Erkenntnissen über den Vorstoß der beiden Länder laufe dieser ins Leere, sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Berlin.
Die Initiative entspreche danach dem, was seit 2004 bereits geltende Rechtslage sei. Damals war mit Blick auf den Amoklauf von Erfurt die entsprechende Vorschrift im Strafgesetzbuch über die Verbreitung von Gewaltdarstellungen bereits verschärft worden.
(dpa | futurezone)
