18.04.2003

PROJEKT

Bildquelle: fuZo

Vernetzte Rechner speisen Suchmaschine

Ein Distributed-Computing-Projekt namens "Grub", das freiwillig zur Verfügung gestellte ungenutzte Rechenpower nutzt, hat diese Woche damit begonnen, Millionen von Webseiten zu katalogisieren.

Laut der Homepages des Projekts wurden allein in den letzten 24 Stunden über 60 Millionen Homepages mit Hilfe von 1.100 Rechnern weltweit erfasst.

Grub als neuer Google-Konkurrent

Hinter dem ehrgeizigen Projekt steht das US-Unternehmen LookSmart, das darauf hofft, später mit den gesammelten Daten eine umfassende Suchmaschine auf dem Laufenden halten zu können. In weiterer Folge will man mit der derzeit beliebtesten Suchmaschine Google konkurrieren.

Google arbeitet jedoch nach einem anderen Prinzip. Auf riesigen Serverbänken werden die Websites katalogisiert, weitere Rechenpower wird dazu benötgt, die Ergebnisse augenblicklich Millionen an Usern zu liefern.

Google aktualisiert seinen Datenfundus jedes Monat [Google-Dance]. Dabei ändert sich auch das Ranking der Seiten.

WiseNut wird von Grub gespeist

Derzeit werden die gesammelten Grub-Daten in die Suchmaschine WiseNut eingespielt. Die gesammelten Daten sind aber ebenso für alle Benutzer frei zugänglich und können in eine Website oder Anwendung eingebunden werden.

Experten sehen die neue Suchmaschine aber kritisch: "Technisch ist nichts daran auszusetzen. Aber es gibt für die User keinen Anreiz, sich an dem Projekt zu beteiligen", so Anthony Rowston, Experte des Microsoft Research Laboratory im englischen Cambridge. Der Erfolg von Grub hänge daher vom guten Willen der Freiwilligen ab.