18.04.2003

BETRUG

Bildquelle: fuZo

Prozess wegen irreführenden Betreffs

Die US-Handelsaufsicht FTC [Federal Trade Commission] hat erstmals vor einem US-Gericht ein Verfahren wegen irreführender Betreff-Zeilen in Spams angestrengt.

Einem Geschäftsmann aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri wird vorgeworfen, E-Mail-Accounts von Unbeteiligten mit pornografischem Material überschwemmt zu haben, das sich hinter irreführenden Subjects wie "new movie info" und "did you hear the news?" versteckt hat.

Spuren verschleiert

Der Beschuldigte hat dabei nicht nur mit irreführenden Betreff-Zeilen, sondern auch mit leeren "Reply-to"-Links sowie mit gefälschten Absenderadressen gearbeitet, um die Quelle der Spams zu verschleiern.

Wenn Empfänger der unerwünschten Mails darauf antworteten, wurden wiederum die E-Mail-Accounts von völlig Unbeteiligten überschwemmt. Dadurch kamen oft jene, die eigentlich Opfer der Spams waren, in den falschen Verdacht, die Urheber der Junk-Mails zu sein.

Eine erste Anhörung in dem Verfahren, das die FTC vor einem US-Bezirksgericht in Illinois angestrengt hat, ist für den 22. April vorgesehen.