Deutschland will schnelle IPv6-Migration
Die von neun Verbänden und Unternehmen aus Wissenschaft und Industrie in Deutschland gegründete IPv6-Task-Force [Internet-Protokoll Version 6] will mit einem Dreijahresaktionsplan das neue Internet-Protokoll propagieren.
Hintergrund der Maßnahme ist die zunehmende Verknappung des heute verbreiteten IPv4-Adressbereichs, die schon bald eine Barriere für die künftige Entwicklung des Internets und damit auch für das Wachstum der Wirtschaft darstellen könnte.
IPv4 wurde in den 70er Jahren konzipiert und ermöglicht mehr als vier Milliarden Adressen.
Mitglieder und Ziele
Der Gruppe gehören unter anderen Siemens, T-Systems, die
Universität Münster, SpaceNet und NEC Europe an. Sie wollen IPv6 auf
dem deutschen Markt bekannt machen und die schnelle Einführung und
Verbreitung des Internet-Protokolls in Deutschland unterstützen.
IPv6-Task-ForceTaiwan will Umstellung bis 2008
Anfang des Jahres hatte Taiwans Regierung angekündigt, als weltweit erstes Land seine IP-Infrastruktur auf das neue Internet-Protokoll Version 6 [IPv6] umstellen zu wollen.
Im Rahmen des "E-Taiwan-Projekts" wurde ein genauer zeitlicher Fahrplan für die Umstellung festgelegt. Der Wechsel von IPv4 zu IPv6 soll so laut den Plänen bis Ende 2007 geschafft sein.
Die Regierung Taiwans unterstützt den auf sechs Jahre ausgelegten Dreistufenplan mit über 700 Millionen Euro.
Der Zeitplan
In der ersten Phase der Umstellung wurden eine Arbeitsgruppe und
das IPv6-Forum Taiwan gegründet. Als nächster Schritt wird nun mit
der Entwicklung von Methoden für den Übergang und die Errichtung
eines nativen IPv6-Netzwerks begonnen, das soll binnen der nächsten
zwei Jahre geschafft sein.
Taiwan beginnt mit IPv6-Migration
