14.04.2003

RESET

Bildquelle: Worldcom

Worldcom will aus Insolvenz durchstarten

Der massiver Bilanzmanipulationen beschuldigte Telefonkonzern Worldcom will aus dem Insolvenzverfahren durchstarten.

Wie das Unternehmen am Montag in Ashburn im US-Bundesstaat Virginia mitteilte, reichte es beim zuständigen New Yorker Insolvenzgericht einen entsprechenden Antrag ein.

Worldcom zufolge unterstützen 90 Prozent der Gläubiger einen Plan zur Sanierung des Unternehmens.

Dem Plan zufolge soll der Großteil der Schulden von gut 30 Mrd. USD erlassen werden. Am Ende blieben für das Unternehmen nur noch Verbindlichkeiten von 3,5 bis 4,5 Mrd. USD, hieß es.

Worldcom hatte den USA mit Bilanzfälschungen in Höhe von 7,2 Mrd. USD einen der größten Börsenskandale ihrer Geschichte beschert. Das Unternehmen musste daraufhin im Juli 2002 Gläubigerschutz anmelden und arbeitet seither unter gerichtlicher Aufsicht.

Konzernchef Michael Capellas erklärte nun, Worldcom wolle noch in diesem Jahr "als schlankeres und stärkeres" Unternehmen das Insolvenzverfahren verlassen. Nach Angaben des "Wall Street Journal" könnte das schon im September der Fall sein.