14.04.2003

PROTOTYP

Bildquelle: PhotoDisc

IPv6-kompatible Schreibtischlampe

Matsushita Electric Works hat die erste Schreibtischlampe vorgestellt, die das IPv6-Protokoll versteht und unterstützt.

Das japanische Unternehmen hat fünf Prototypen hergestellt, will damit aber nicht in Serie gehen.

Die unspektakulär aussehenden Geräte verfügen neben einem Stromkabel, das die 27-Watt-Birne versorgt, auch über einen LAN-Anschluss.

"Plug & Internet"

Wird ein entsprechendes RJ45-Kabel angeschlossen, aktiviert sich das im Fuß der Lampe eingebaute Kommunikationsmodul "EMIT" [Embedded Micro Internetworking Technology] und lässt sich automatisch vom "Home Network Gateway" "HX" [Home eXchange] eine IPv6-Adresse zuteilen.

Danach kann die Lampe über das Netzwerk ferngesteuert, also ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden.

Das EMIT-Modul kann empfangene Befehle auch speichern und zu einer vorgegebenen Zeit ausführen - auch dann, wenn keine Verbindung zum LAN mehr bestehen sollte.

IPv6

Statt der gewohnten 32-Bit-Adressen erweitert IPv6 die Adressen auf 128 Bit, damit bietet es 2

128

IP-Adressenknappheit

Die heute verbreitete Technologie [IPv4] wurde in den 70er Jahren konzipiert und ermöglicht mehr als vier Milliarden Adressen. Heute reicht das nicht mehr aus, um jeder Person eine eigene Adresse im weltweiten Computernetz zuzuordnen.

Auch künftige Internet-Entwicklungen wie die drahtlose Kommunikation zwischen Geräten, mobile Computer und der Mobilfunk der dritten Generation [3G] benötigen noch mehr der knappen Adressen.