HP will Fotos mit Gerüchen unterlegen
Egal ob Waschmittelwerbung oder sanfte Meeresbrise, bisher blieb uns das Geruchsfernsehen erspart.
Schon der Versuch, Kinofilme mit Düften zu unterlegen, fiel beim Publikum durch. Die erste und einzige Odorama-Produktion, "Polyester", kam 1980 in die Kinos, erregte eine Menge Aufsehen, hatte aber keine Nachfolger.
Hewlett-Packard will das Prinzip wieder aufgreifen und hat nun ein Patent für eine Kamera angemeldet, die Gerüche mit Bildern verbinden soll.
Erster und letzter Geruchsfilm
Das Odorama-Konzept beruhte auf Pappkarten, die Geruchsstoffe
durch Reibung freigaben. Die Zuschauer mussten also zu bestimmten
Zeitpunkten an bestimmten Stellen der Pappstreifen reiben, um den
passenden Geruch zur jeweiligen Szene zu erhalten.
PolyesterGeruchsbibliothek
Die HP-Forscher sicherten sich zwei verschiedene Varianten der Geruchsherstellung. Die teurere Möglichkeit ist das direkte Einfangen von Gerüchen über eine winzige Gaschromatographie-Anlage, die die einzelnen chemischen Komponenten des Duftes feststellen kann.
In der günstigeren Version haben sich die Wissenschaftler überlegt, einen möglichst umfangreichen Fundus an Gerüchen anzulegen, aus dem ein passender Duft gewählt werden kann.
Ein Drucker soll das Foto mit der richtigen Mischung an Duftstoffen anschließend auf Papier bringen.
