Neue MS-Verträge für Innenministerium
Das deutsche Bundesinnenministerium hat für die Nutzung von Microsoft-Produkten mit dem US-Softwarekonzern neue Konditionen ausgehandelt.
Die Lizenzrahmenverträge ermöglichten der Behörde neben dem Kauf künftig auch das Mieten von Software, teilte das Ministerium mit.
"Die Verträge geben allen Behörden die Chance, Microsoft-Produkte kostengünstig einzusetzen, ohne verpflichtet zu sein, ausschließlich Microsoft-Produkte zu verwenden", sagte Innenminister Otoo Schily [SPD]. Die Vereinbarungen sicherten den Behörden eine hohe Flexibilität bei der Ausstattung mit Software zu und unterstützten auch die "Koexistenz mit anderen Softwareprodukten", so Schily weiter.
Die neue Lizenzpolitik von Microsoft war unter anderem wegen befürchteter Mehrkosten in der Vergangenheit heftig in die Kritik geraten.
Kunden verärgert über MS-LizenzmodellAuch Verträge mit IBM
Entsprechende Rahmenverträge hatte das Ministerium im vergangenen Jahr auch mit dem Computerkonzern IBM für die Nutzung offener Software wie Linux abgeschlossen.
Kritiker, unter anderem die "Bundestux"-Initiative einer Reihe von Abgeordneten aller Fraktionen, setzten sich für die alternative Nutzung von freier Software wie das Betriebssystem Linux ein.
Nach dem 11. September erklärte Schily die Vermeidung von "Monokulturen" im Softwarebereich zu einer wichtigen Sicherheitsmaßnahme.
