Deutsche Online-Werbung wächst weiter
Trotz allgemein sinkendem Werbeumsatz konnte die Internetwerbung in den ersten drei Monaten in Deutschland wieder zulegen.
Insgesamt wurden in Deutschland laut einer Werbebilanz des Marktforschers Nielsen Media Research im ersten Quartal 66,2 Mio. Euro für Online-Werbung ausgegeben, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 37,5 Prozent.
Der Bruttowerbeumsatz der klassischen Medien ist hingegen gesunken. Nach einem Minus von 0,2 Prozent im Jänner folgte ein Minus von 3,7 Prozent im Februar, das schließlich im März auf 6,3 Prozent weiter abfiel. Insgesamt war der Werbeumsatz im ersten Quartal mit 3,9 Mrd. Euro um 149 Mio. Euro oder 3,7 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum.
Die ausgabenfreudigsten Branchen waren die Massenmedien selbst [inklusive Eigenwerbung] mit Investitionen von 476,4 Mio. Euro [plus 7,5 Prozent]. An zweiter Stelle steht die Automobilbranche mit 416,6 Mio. Euro, die ihre Ausgaben aber um 3,7 Prozent reduziert hat. Werber Nummer drei, der Handel, investierte um 12,2 Prozent mehr, nämlich 348,4 Mio. Euro.
Deutsche Online-Werbung im AufwindDienstleister werben am stärksten
Handel und Versand tragen unter anderem auch das Wachstum im Internet. Mit einer Steigerung der Ausgaben für Online-Werbung um 82,1 Prozent auf 11,8 Mio. Euro nimmt die Branche Platz zwei im Internet ein.
Nur Dienstleister gaben im ersten Quartal 2003 mehr Geld für Online-Werbung aus, nämlich 13,46 Mio. Euro [plus 35,5 Prozent]. Auf dem dritten Platz liegen Finanzdienstleister mit 10,8 Mio. Euro [plus 67,6 Prozent]. Aber auch die Telekombranche erhöhte ihre Ausgaben für Werbung im Internet deutlich. Mit 6,2 Mio. Euro wurde um 70,8 Prozent mehr ausgegeben.
Die ersten drei der klassischen Medien
Bei den klassischen Medien führt nach wie vor das Fernsehen mit 1,6 Mrd. Euro, was einen Rückgang der Umsätze von 5,9 Prozent bedeutet. Die Zeitungen konnten im ersten Quartal 2003 einen Umsatz von 965,5 Mio. Euro verzeichneten, ein Anstieg von 6,2 Prozent, und liegen damit auf Platz zwei. Die Publikumszeitschriften verbuchten 838,1 Mio. Euro ein Minus von 9,6 Prozent.
