Breitbandkunden sehen weniger fern
Eine Studie des britischen Medienregulierungsbüros Ofcom zeigt die Mediennutzungsgewohnheiten von Internet-Nutzern mit Breitbandzugang.
Die Autoren der am Mittwoch in London vom Office of Communications [Ofcom] vorgestellten Studie untersuchten die Gewohnheiten von Mediennutzern in Frankreich, Deutschland, Italien, den USA, Japan und China. Zum Vergleich zogen sie auch Daten aus den Niederlanden, Polen, Irland, Schweden und Spanien heran.
Als Datenbasis dienten bereits erfolgte Erhebungen sowie eine im Auftrag des Ofcom durchgeführte Online-Befragung mit 2.781 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 54 Jahren.
Mehr Konvergenz
Laut der Studie umfasste der weltweite Gesamtumsatz mit Kommunikationsdienstleistungen im Jahr 2005 knapp 1,2 Billionen Euro.
Der Grundtenor des Papiers: Die schon seit langer Zeit immer wieder beschworenen Konvergenztendenzen im Telekommunikations- und Medienmarkt beginnen langsam zu greifen. Günstige Breitbandanschlüsse ermöglichen es den verschiedenen Anbietern, ihren Kunden attraktive Pakete aus Telefonie- und Mediendiensten zu schnüren.
TV-Konsum verschiebt sich ins Netz
Das hat zum Teil harte Auswirkungen auf die traditionellen analogen Medien. So gaben um die 30 Prozent der befragten Breitbandnutzer an, seit Anschaffung des schnelleren Internet-Anschlusses weniger fernzusehen und Zeitungen zu nutzen. Um wie viel weniger, erfassten die britischen Autoren leider nicht.
Ferngesehen wird, wenn es nach der Ofcom-Studie geht, in Zukunft über Internet-Protokoll. In den untersuchten westlichen Industriestaaten und Japan nutzen zwischen 50 und 60 Prozent der befragten 18- bis 24-jährigen Breitband-User Online-Streaming von TV-Programmen. In China waren es sogar 82 Prozent.
