08.04.2003

DE 2003

Bildquelle: PD

Digicams überholen klassische Kameras

Digitale Fotoapparate werden in diesem Jahr erstmals die klassischen Kameras mit Film in den Schatten stellen.

Diese Einschätzung gab jedenfalls der deutsche Photoindustrie-Verband am Dienstag in Frankfurt. Bereits 2002 seien mit 2,4 Millionen verkauften Digitalkameras mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr verkauft worden.

Bei den analogen Geräten gab es dagegen einen Rückgang um knapp 20 Prozent auf 2,8 Millionen. Damit gingen insgesamt 5,2 Millionen Apparate über die Ladentische - so viele wie nie zuvor.

Wachstum durch Zubehör

"Die Neukäufe von Kameras sind ein starker Wachstumsmotor, denn neue Kameras werden intensiv genutzt und ziehen Nachfolgekäufe sowie das Zubehörgeschäft nach sich", sagte Dieter Werkhausen, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes.

Der Umsatz mit Druckern, Scannern oder Zubehör ist Werkhausen zufolge im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro gestiegen.

Schlechter lief dagegen das Geschäft mit Filmen. Hier gab es ein Minus von neun Prozent auf 170 Millionen verkaufte Filme. Hier mache sich die "Kannibalisierung durch die Digitalkameras" bemerkbar, betonte der Verbandsvorsitzende. Er rechnet mit weiteren Rückgängen bei analogen Kameras und Filmen.

Erhebliches Potenzial sieht die Branche im Geschäft mit Dienstleistungen rund um das digitale Bild. Zusätzlicher Auftrieb für das digitale Fotografieren sei durch die neuen Handys mit integrierter Kamera zu erwarten.