Seriencode für Windows Server 2003 im Netz
Gestern ist eine Seriennummer im Netz aufgetaucht, die alle drei Versionen des kommenden Windows Server 2003 freischaltet.
Der Code wurde somit zwei Wochen vor dem geplanten Produktlaunch im Netz freigelassen.
Der Code stamme von einer Volume-Lizenz, also einer Multi-Lizenz für Businesskunden, so Microsoft.
Eine Microsoft-Sprecherin merkte laut CNET an, dass das Internet nach dem Code durchforstet werde. "Unsere Rechtsabteilung arbeitet aggressiv daran", so die Sprecherin.
Seriennummern im Umlauf
Die Codes werden meist samt der Software in Foren, in
P2P-Netzwerken oder im Internet Relay Chat [IRC] zum freien Download
angeboten.
MicrosoftProduktaktivierung seit Office XP
Seit der Einführung von Office XP und Windows XP hat sich Microsoft nach einer langen Tradition des Seriennummernhandels entschlossen, Softwarepiraten einen Riegel vorzuschieben, und die so genannte Produktaktivierung eingeführt.
Dabei muss nach Eingabe der Seriennummer und unter Einhaltung einer gewissen Schonfrist ein weiterer Code eingegeben werden, der mit einer Microsoft-Datenbank abgeglichen wird. So sollen mehrfach verwendete Seriennummern gesperrt und die Verwendung von generierten Codes verhindert werden können.
Das System ist nur schwer zu überwinden. Raubkopierer wählten allerdings einen anderen Weg: der Aktivierungscode fehlt bei den Volume-Versionen für grosse Unternehmen, um Systemadministratoren den unnötigen Arbeitsschritt zu ersparen. Somit sind vor allem Corporate-Versionen im Piraterie-Umlauf.
Rätselraten um Urheber
Noch wird gerätselt, wer die Seriennummer ins Netz gestellt haben könnte. Manche gehen auch von einem unzufriedenen Mitarbeiter aus, der Microsoft schaden wolle.
Wie ernst die Freigabe eines Codes vor der Veröffentlichung der Software ist, hat die Erfahrung mit Windows XP gezeigt. Noch heute sind 90 Prozent der raubkopierten XP-Software durch eine von nur zwei Seriennummern freigegeben.
