07.04.2003

BESETZT

Neun Live will nichts von Abzocke wissen

Neun-Live-Chefin Christiane zu Salm hat Meldungen über einen möglichen Betrug bei dem Münchner Privatsender zurückgewiesen.

"Der Spiegel" hatte berichtet, gegen Neun Live laufe ein Ermittlungsverfahren, weil Anrufern trotz besetzter Leitung Telefongebühren in Rechnung gestellt worden seien.

"Technisch nicht möglich"

"Neun Live hat kein internes Netz, mit dem es möglicherweise in der Lage wäre, Besetztzeichen zu konstruieren. Das ist technisch nicht möglich", sagte die Geschäftsführerin des Senders.

Besetztzeichen könne man hören, wenn die Telefonnetze überlastet sind. Dann würden sie aber nicht tarifiert. Das bestätige die Telekom schriftlich.

Ob die Staatsanwaltschaft gegen Neun Live ermittelt, konnte zu Salm nicht bestätigen. "Uns ist nichts bekannt. Wir wissen von Ermittlungen gegen uns nichts."