Abzocke mit "gefälschtem" Besetztzeichen
Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wegen Betrugsverdachts gegen den Fernsehsender "Neun Live".
Die Behörde untersucht, ob Anrufer auch für Telefonanrufe zahlen mussten, bei denen gar keine Verbindung zustande kam. Geprüft werde, ob das Besetztzeichen, das die Anrufer hörten, nicht von der Telekom, sondern aus dem internen Netz von Neun Live stamme, schreibt der "Spiegel".
Damit wäre ohne Wissen der Anrufer ein kostenpflichtiger Anruf zu Stande gekommen. Die Ermittlungen würden sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch mehrere Wochen hinziehen.
Der Münchner "Mitmachsender" bestreitet die Vorwürfe. Neun Live finanziert sich vor allem durch Anrufe von Zuschauern bei Quizshows. Ein Anruf kostet 49 Cent. Seit über einem Jahr gingen bei Verbraucherzentralen Beschwerden von Anrufern ein, die darüber klagten, dass ihnen Anrufe berechnet würden, bei denen es keine Verbindung gegeben hätte, schreibt "Der Spiegel".
Neun Live
