Neues Material für Brennstoffzellen-Anode
Oxidkeramische Brennstoffzellen [SOFC Solid Oxide Fuel Cell] können direkt mit Erdgas betrieben werden und arbeiten mit 800 bis 1.000 Grad Celsius bei besonders hohen Temperaturen.
Schottische Forscher haben nun ein neues Material für die elektrisch leitende Anode entwickelt, mit dem die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit der Kraftwerke erhöht werden kann.
Kohlenstoff- und Schwefelablagerungen
Derzeit werden Keramik-Metall-Mischungen aus Nickel und
Zirkoniumoxid für die Elektroden in Brennstoffzellen genutzt. Doch
aufgrund der guten Katalyse-Eigenschaften des Nickels lagern sich
nach einger Zeit elementarer Kohlenstoff und Schwefel aus
verunreinigtem Methan oder verdampftem Methanol an der Anode ab.
John T S Irvine
Bericht bei Nature.comNickelfreie Elektroden
Eine nickelfreie Anode aus den Elementen Lanthan, Strontium, Chrom und Mangan soll laut John T S Irvine von der St. Andrews University nicht nur die Ablagerungen verhindern, sondern auch die Stabilität der Elektrode bei möglichen Oxidationen sichern.
Da das Material keinen Nickel beinhaltet, benötigt es allerdings höhere Temperaturen, um eine vernünftige Leistungsdichte zu liefern. Damit arbeitet Irvine gegen den Entwicklungstrend, der in Richtung der Verringerung der Betriebstemperaturen geht.
