05.04.2003

ROBODEX 03

Bildquelle: Mitsubishi

Roboter sollen Teil der Familie werden

Japanische Wissenschaftler wollen, dass Roboter anstatt mechanische Dienstleistungsbringer Teil der Familie werden.

Dies soll vor allem durch verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Mensch und Maschine erreicht werden - das ist zumindest Tenor der derzeit in Yokohama, Japan, stattfindenden Robotermesse Robodex.

Ein Roboter mit Gefühl

Ein Problem bei den meisten Roboter ist das Erkennen von Aussprachen oder Wortkombinationen die von den vorprogrammierten Phrasen abweichen.

Ifbot soll laut seinen Entwicklern, das Business Design Laboratory der Universität von Nagoya in Japan, der fortgeschrittenste in dieser Beziehung sein.

Ausgestattet mit zwei Armen und einem Astronautenhelm, dafür ohne Beine, soll der Roboter die Stimmung seines Gesprächspartners anhand der Stimmlage und der verwendeten Wörter erkennen können. Zudem soll er zehn Leute erkennen und mehr als 40 verschiedene Gesichtsausdrücke darstellen können. Dazu soll er einen Wortschatz von einigen zehntausend Wörtern haben und seine Kommunikation an die Persönlichkeit und Gewohnheiten seines Gegenübers anpassen können.

Ein Bot mit Aufgabe

Honda hat sich bei der Entwicklung seines Asimos bis jetzt vor allem die möglichst naturgetreue Nachahmung der menschlichen Bewegungen spezialisiert.

Nun soll der 1,2 Meter große und 52 Kilo schwere Android auch kommunizieren lernen. Asimo soll mittlerweile 100 Wörter verstehen sowie Gesichter und Stimmen erkennen können.

Seine Fortbewegungsgeschwindigkeit hat sich mittlerweile auf drei Kilometer pro Stunde erhöht.

Mensch ärgere dich nicht

Ein "Newcomer" in der humanoiden Welt soll, wie berichtet, in einem Jahr käuflich sein. Mitsubishis Wakamaru ist einen Meter groß, 30 Kilo schwer und erinnert in seiner Form an eine zu groß geratene quietschgelbe Spielfigur auf Rädern.

Wakamaru soll zwei "Meister" sowie acht weitere Personen erkennen und über 10.000 Wörter verstehen können. Der Roboter ist 24 Stunden pro Tag mit dem Internet verbunden und kann seine Stromversorgung selbstständig organisieren.

Er soll einen Termin für ein neues Rezept beim Arzt ausmachen, Nachrichten vom Anrufbeantworter vorlesen und seinen Besitzer anrufen können, wenn dieser nicht zur ausgemachten Stunde daheim ist.

Hunde die bellen ...

Der Roboterhund Banryu ist bereits im Handel erhältlich, jedoch zum ebenfalls nicht unerheblichen Preis von 16.600 USD.

Er macht digitale Fotos des Hauses und versendet diese an seine Besitzer damit diese nach etwaigen Einbrechern Ausschau halten können.

Kommt eine ihm unbekannten Person in seine Nähe schlägt Banryu unüberhörbaren Alarm.