Autonome Roboter für den Mars
Wissenschaftler des Robotics Institut der US-Universität Carnegie Mellon haben einen autonomen Roboter entwickelt, der Prototyp für zukünftige Forschungsroboter für den Mars sein soll.
Der Roboter Hyperion ist bereits ein Veteran im Gebiet der Erforschung unterschiedlicher Regionen der Erde, zuletzt wurde er in der Arktis eingesetzt, nun soll er die Atacama Wüste in Chile erforschen.
In Atacama soll er das Gebiet nach Landstrichen oder Umweltbedingungen suchen, die Leben beherbergen könnten. Hyperion wird dabei dieses Jahr zehn Kilometer selbstständig hinter sich legen.
Die Solarpaneele des Roboters dienen neben der Stromerzeugung auch der optimalen Orientierung nach der Sonne, der sogenannten Sun-Synchronous Navigation, um den nötigen Strom erzeugen zu können.
In der Wüste sind die Paneele ganz flach an den Roboter angelegt um eine maximale Nutzung des Sonnenlichts zu erreichen, in der Arktis waren die Paneele aufgerichtet, da die Sonne dort näher am Horizont steht. Der Roboter ist zudem mit einem Nah-Infrarot-Spektrometer, diversen Sensoren und einem hochauflösenden Panorama Bildgeber ausgerüstet.
Robotics InstituteLimitierungen des Lebens
Ziel sei es Limitierungen des Lebens auf der Erde zu erforschen um mit diesem Wissen zukünftige Missionen auf dem Mars auszuarbeiten, so Projektleiter David Wettergreen.
Abhängig von den diesjährigen Erfahrungen soll der nächste Roboter im kommenden Jahr bis zu 50 Kilometer reisen, bis 2005 sind 200 Kilometer geplant. Bis dahin wollen die Wissenschaftler eine Zeitverzögerung und ein Kommunikationslimit mit dem Roboter eingeführt haben, um die Bedingungen des Arbeitens mit einem Roboter auf dem Mars möglichst realitätsgetreu simulieren zu können.
Der Roboter soll dann autonom seine Energieversorgung, Gleichgewicht, Fortbewegung, Kommunikation und wissenschaftliche Aufgaben kontrollieren.
