04.04.2003

2003

Bildquelle: FIRA

Wien ist Gastgeber der Roboterfußball-WM

Auch wenn ihre menschlichen Kollegen auf dem grünen Rasen derzeit nicht so erfolgreich sind, die heimischen Roboter-Fußballer mischen durchaus im Spitzenfeld der Weltelite mit.

Ende September 2003 ist Wien der Austragungsort der Roboterfußball-WM der Federation of International Robot-Soccer-Association [FIRA].

Musste man sich im Vorjahr in Korea noch mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, hoffen die Blechkicker in diesem Jahr auf vertrautem Terrain und vor heimischem Publikum auf mindestens einen Stockerlplatz.

Autonom vom Computer gesteuert

Roboterfußballer sind dynamische, würfelartige Gebilde mit einer Kantenlänge von exakt 7,5 Zentimetern, die von einem externen Rechner gesteuert werden.

Die oberste Regel lautet: Die menschlichen Trainer dürfen während des über zwei Mal fünf Minuten gehenden Spiels nicht eingreifen, der externe Computer steuert seine Robos völlig autonom. Über eine über dem Spielfeld montierte Kamera erkennt er "seine Spieler" an den Farben der "Trikots".

Allerdings arbeiten die Wissenschafter bereits daran die Roboter selbst mit Sensoren und genügend Intelligenz auszustatten, um die Aufgaben selbstständig übernehmen zu können.

Der erste Kicker dieser Art "Erlkönig" soll schon bei der diesjährigen WM als österreichischer Star-Spieler zum Einsatz kommen.

Bei Foul gibts Elfmeter

Es werden verschiedene Kategorien ausgetragen, wobei zwischen drei und - heuer erstmals - elf Spieler mit bis zu zwölf Kilometer pro Stunde über das Feld rasen und versuchen, einen orangen Golfball in das 40 Zentimeter große Tor zu bugsieren.

Die Größe des Spielfelds beträgt je nach Kategorie 150 x 130 oder 220 x 180 Zentimeter.

Dabei geht es teilweise auch ganz heftig zur Sache, es wird gestoßen, abgedrängt, zeitweise haben gleich drei Robo-Würfel den Ball in der Zange.

Fouls am Tormann werden auch hier mit einem Elfmeter geahnet. Freistoß gibt es weiters wenn sich der Ball 10 Sekunden nicht bewegt oder wenn sich zwei verteidigende Roboter im eigenen Torraum befinden.

Das gesamte ausgeklügelte Regelwerk ist auf 21 Seiten festgehalten.