Wien ist Gastgeber der Roboterfußball-WM
Auch wenn ihre menschlichen Kollegen auf dem grünen Rasen derzeit nicht so erfolgreich sind, die heimischen Roboter-Fußballer mischen durchaus im Spitzenfeld der Weltelite mit.
Ende September 2003 ist Wien der Austragungsort der Roboterfußball-WM der Federation of International Robot-Soccer-Association [FIRA].
Musste man sich im Vorjahr in Korea noch mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, hoffen die Blechkicker in diesem Jahr auf vertrautem Terrain und vor heimischem Publikum auf mindestens einen Stockerlplatz.
28. September bis 3. Oktober 2003 am Messegelände Wien
Bereits jetzt sind über hundert Teams aus 19 Staaten in acht
Kategorien angemeldet. Darunter befinden sich auch sechs Teams aus
Österreich. Das Turnier wird vom 28. September bis 3. Oktober 2003
in der Halle C des Messegeländes stattfinden.
FIRA
IHRT der TU WienAutonom vom Computer gesteuert
Roboterfußballer sind dynamische, würfelartige Gebilde mit einer Kantenlänge von exakt 7,5 Zentimetern, die von einem externen Rechner gesteuert werden.
Die oberste Regel lautet: Die menschlichen Trainer dürfen während des über zwei Mal fünf Minuten gehenden Spiels nicht eingreifen, der externe Computer steuert seine Robos völlig autonom. Über eine über dem Spielfeld montierte Kamera erkennt er "seine Spieler" an den Farben der "Trikots".
Allerdings arbeiten die Wissenschafter bereits daran die Roboter selbst mit Sensoren und genügend Intelligenz auszustatten, um die Aufgaben selbstständig übernehmen zu können.
Der erste Kicker dieser Art "Erlkönig" soll schon bei der diesjährigen WM als österreichischer Star-Spieler zum Einsatz kommen.
Mozart, Haydn und Strauß im Team "Austro Music"
Stärkste Mannschaft der Österreicher ist das Team "Austro Music"
- mit Haydn im Tor sowie Mozart, Beethoven, Strauß und Lanner auf
dem Feld - das im letzten Jahr den vierten Platz erringen konnte.
Ergebnisse der Roboter-Fußball-WM 2002Bei Foul gibts Elfmeter
Es werden verschiedene Kategorien ausgetragen, wobei zwischen drei und - heuer erstmals - elf Spieler mit bis zu zwölf Kilometer pro Stunde über das Feld rasen und versuchen, einen orangen Golfball in das 40 Zentimeter große Tor zu bugsieren.
Die Größe des Spielfelds beträgt je nach Kategorie 150 x 130 oder 220 x 180 Zentimeter.
Dabei geht es teilweise auch ganz heftig zur Sache, es wird gestoßen, abgedrängt, zeitweise haben gleich drei Robo-Würfel den Ball in der Zange.
Fouls am Tormann werden auch hier mit einem Elfmeter geahnet. Freistoß gibt es weiters wenn sich der Ball 10 Sekunden nicht bewegt oder wenn sich zwei verteidigende Roboter im eigenen Torraum befinden.
Das gesamte ausgeklügelte Regelwerk ist auf 21 Seiten festgehalten.
Robocup im Juli in Padua
Noch vor der "echten" Roboterfußball-WM in Wien, denn die
Blechsportler spielen in zwei konkurrierenden Verbänden, findet am
2. Juli 2003 in Padua/Italien der Robocup statt. Dieser
unterscheidet sich vor allem durch die wesentlich größeren Spieler,
die in der Middle-Size-League etwa einen halben Meter groß und
maximal 80 Kilo schwer sind. Das Spielfeld ist zehn mal sechs Meter
groß.
Grazer Fußballroboter trainieren für den Robocup
Das "Mostly Harmless"-Team der TU Graz
