03.04.2003

IRAK

Bildquelle: ORF.at

Telefon-Betreiber weist Vorwurf von sich

Der Satellitentelefonbetreiber Thuraya setzt sich gegen den Vorwurf der US-Militärs zur Wehr, seine Telefone könnten eine Positionsbestimmung des jeweiligen Benutzers zulassen.

Der Betreiber alleine habe Zugriff auf die GPS-Daten, die von seinen Telefonen ausgestrahlt werden, und diese seien sicher, so Thuraya.

"Wir verstehen, dass die Militärplaner jegliches Sicherheitsrisiko für ihre Leute vermeiden wollen. Gleichzeitig versichern wir aber allen unseren Kunden, dass die Technologie des Thuraya Systems die Sicherheit des Aufenthaltsortes des Users gewährleistet", so das Statement.

In dem Statement wird auch Dave Ryan, Präsident von Boeing, die das System geplant und gebaut haben, zitiert. Demnach habe nur Thuraya Zugang zu der Information und es sei für Außenstehende "extrem schwierig", die GPS-Informationen zu entschlüsseln.

Irak verbietet Sat-Telefone

Nach den US-Militärs sieht nun auch die Gegenpartei in den Telefonen eine Gefahr. Die Behörden stufen den Gebrauch von Satellitentelefonen ab sofort als "verräterischen Akt" ein - bisher war der Besitz "nur" verboten.

Wer sein Handy nicht bei den Behörden abgebe, werde von der Justiz als Verräter zur Rechenschaft gezogen, hieß es in einer am Mittwoch im irakischen Staatsfernsehen verlesenen Erklärung.

Einheimische Spione würden solche Telefone zur Kommunikation mit britischen und US-Geheimdiensten benutzen, hieß es zur Begründung. "Jeder wird sein Telefon zurückbekommen, wenn der Feind mit der Hilfe von Gott vernichtend geschlagen sein wird."