03.04.2003

AB 1.5

Bildquelle: Mozilla

Neue Roadmap für Mozilla

Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Alphaversion von Mozilla 1.4 hat das Entwicklungsteam eine neue Roadmap für das Projekt veröffentlicht.

An Stelle der komplexen Websuite aus Browser, E-Mail-Client, HTML-Editor, Chat-Application und Entwickler-Tool sollen in Zukunft einzelne Komponenten weiterentwickelt werden. Es ist die dritte große Änderung in der Roadmap, seitdem das Mozilla-Projekt aus der Taufe gehoben wurde.

Nach den Vorstellungen der Entwickler soll das "Gecko Runtime Enviroment" [GRE] weiterhin das Kernstück des Projekts bleiben, auf dem die verschiedenen Anwendungen basieren. Als Stand-alone-Browser wird in Zukunft Phoenix zum Einsatz kommen.

Parallel dazu wird das Minotaur-Projekt zum eigenständigen Mail-Client Thunderbird weiterentwickelt.

Open-Source-Projekt soll aufgeteilt werden

Gleichzeitig wollen die Entwickler entscheidende Lay-out-Bugs in Gecko ausbügeln, um die Leistung und das Entwicklungspotenzial der Engine zu sichern.

Schließlich soll das Open-Source-Projekt in kleinere Untergruppen mit klaren Zuständigkeiten aufgebrochen werden. Die anderen Komponenten der Suite wurden in der Stellungnahme nicht erwähnt. Bei der Entwicklung soll es auch zu einer Umstellung von XPToolkit [XPFE] auf "XML-based User Inface Language", wie sie auch bei Phoenix eingesetzt wird, kommen.

Ziel der neuen Roadmap ist es zu verhindern, dass der Code weiter aufgebläht wird. Statt eines Gesamtpakets, in dem bereits alle Funktionen integriert sind, werden die einzelnen Anwendungen so ausgelegt, dass sie mit Add-ons leicht an die Anforderungen der einzelnen Benutzer angepasst werden können.