02.04.2003

IN ERFURT

Kommission für Jugendschutz konstituiert

Am Mittwoch hat sich in Erfurt die neue deutsche Kommission für Jugendmedienschutz [KJM] konstitutiert. Damit wurde erstmals eine gemeinsame Aufsicht für Rundfunk und Internet geschaffen.

Das zwölfköpfige Gremium, in dem Vertreter der Landesmedienanstalten sowie von Bund und Ländern sitzen, soll die Einhaltung des Jugendschutzes sowie die Selbstkontrolle durch Veranstalter und Anbieter überwachen.

Damit werde die Zusammenarbeit zwischen der staatlichen Aufsicht und den Einrichtungen der Selbstkontrolle verbessert, erklärte der KJM-Vorsitzende Wolf-Dieter Ring, der gleichzeitig Präsident der bayerischen Landeszentrale für neue Medien ist.

"Großes Bewusstsein" in Erfurt

Der Ministerpräsident von Thüringen, Bernhard Vogel, [CDU], erklärte, es müsse alles unternommen werden, um der Darstellung von Gewalt in den Medien besser Herr werden zu können. Zugleich müssten die Anbieter elektronischer Medien das bereits im Printbereich bewährte Modell der Selbstkontrolle erfolgreich umsetzen.

Vogel sagte, gerade in Erfurt gebe es nach dem Schulmassaker ein großes Bewusstsein für die Notwendigkeit eines effektiven Jugendschutzes. Die Geschäftsstelle der KJM hat ihren Sitz künftig in der thüringischen Landeshauptstadt.