Indien nimmt Supercomputer in Betrieb
Als Antwort auf US-Exportbeschränkungen hat Indien einen eigenen Supercomputer in Betrieb genommen.
Er ist mit einer Billion Rechenoperationen pro Sekunde zwar wesentlich langsamer als der derzeit schnellste Rechner, der japanische "Earth Simulator", der auf rund 36 Billionen Operationen pro Sekunde kommt.
Der indische Technologieminister Arun Shourie bezeichnete den "Param Padma" getauften Supercomputer aber als "Antwort an die Welt". "Wenn ihr es uns verweigert, dann entwickeln wir es selbst", sagte Shourie, als er den Computer in Bangalore in Dienst stellte. Das berichtete die indische Zeitung "Hindu" am Mittwoch.
Param PadmaDie USA hatten den Export eines Supercomputers nach Indien in den 80er Jahren nicht genehmigt, weil die Befürchtung bestand, er könne für ein Nuklearprogramm genutzt werden. "Wir müssen unsere eigene Hardware und Software für alle wichtigen militärischen Anwendungen benutzen. Niemand wird uns solche Technologie geben", sagte Shourie.
Verkaufsstart für indischen "Simputer"
