02.04.2003

AUFWÄRTS

Bildquelle: fuZo

Mobilkom mit neuem Kundenrekord

Die Mobilkom Austria, Marktführer auf dem heimischen Mobilfunkmarkt und Tochter der börsennotierten Telekom Austria [TA], hat im Jahr 2002 erstmals seit Öffnung des Mobilfunkmarkts wieder Marktanteile dazugewonnen und dabei die Dreimillionenkundenmarke durchbrochen.

Wie Mobilkom-Chef Boris Nemsic verkündete, stieg die Zahl der A1-Kunden im Vorjahr um 5,3 Prozent auf 3,001 Millionen an. Der Marktanteil von A1 stieg von 42,09 auf 44,4 Prozent.

Gruppenumsatz und -gewinn erhöht

Der Gruppenumsatz erhöhte sich im Vorjahr um 115 Prozent auf 1,909 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [Ebitda] stieg um 15,7 Prozent auf 660,9 Mio. Euro.

Die Mobilkom trägt damit bereits 49 Prozent des TA-Umsatzes und 43 Prozent des Ebitda der TA-Gruppe.

Die Mobilkom Austria hat im abgelaufenen Jahr 1,38 Mrd. Euro umgesetzt, um 6,7 Prozent mehr als 2001. Der Umsatz pro Kunde und Monat [ARPU] stieg um fünf Prozent auf 35,8 Euro.

Erstmals haben im Vorjahr alle Mobilkom-Töchter einen Ebitda-Gewinn erzielt. Die Mobilkom ist nun weiterhin für eine Expansion bereit.

"Wir sind ready"

"Wir sind ready", sagte Nemsic am Mittwoch vor Journalisten. Ziel möglicher Akquisitionen oder Expansionen sei nach wie vor Südosteuropa. "Unsere strategischen Gebiete sind die gleichen geblieben", sagte Nemsic weiter.

Als erstes Expansionsziel nannte Nemsic erneut Serbien. Durch die tragischen Ereignisse sei dort die Entscheidungsfindung zwar gebremst worden, der "Trend" im Land bleibe aber der gleiche.

Pläne hat die Mobilkom auch für Bosnien-Herzegowina. Die Ausschreibung der dritten Mobilfunkfrequenz ist aber nach wie vor ausständig.

Zurückhaltend äußerte sich Nemsic zu einem möglichen Einstieg bei der bulgarischen Mobiltel, die derzeit in Händen des österreichischen Industriellen Josef Taus liegt und für welche die Mobilkom zuletzt mehrfach als Käufer gehandelt wurde. "Wenn überhaupt", sei es bis zu einem Einstieg der Mobilkom noch ein "langer Weg".

In Kroatien sieht die Mobilkom Austria auch 2003 das größte Wachstumspotenzial. Während schon mehr als vier von fünf Österreichern ein Handy besitzen - die Marktpenetration beträgt hier zu Lande laut Mobilkom bereits bei 83,3 Prozent - liegt die Handydurchdringung in Kroatien erst bei 51 Prozent. In Slowenien und Liechtenstein beträgt die Marktsättingung rund 70 Prozent.