Telekom Malaysia will DT loswerden
Telekom Malaysia will im Zuge seiner geplanten Übernahme des nächstgrößeren Mobilfunkkonkurrenten Celcom die Deutsche Telekom [DT] als Celcom-Minderheitsaktionär hinausdrängen.
Celcom werde wieder ein privates Unternehmen, sofern mehr als 90 Prozent der Aktionäre die eigene Übernahmeofferte annähmen, sagte der Vorstandschef von Telekom Malaysia, Khir Abdul Rahman, am Mittwoch in Kuala Lumpur.
Bei Erreichen dieses Kapitalanteils werde der Celcom-Minderheitsaktionär DT gezwungen, seine Aktien zu verkaufen.
Deutsche Telekom"Squeeze-out"-Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent
Die Wahrscheinlichkeit dieses "Squeeze-out" liege "bei über 50 Prozent", sagte Rahman. Die mit acht Prozent an Celcom beteiligte DT sei der einzige größere Aktionär, der sich gegen die Übernahmeofferte von Telekom Malaysia ausgesprochen habe.
Die seit Monaten geplante Verschmelzung der beiden größten Mobilfunkanbieter in Malaysia, Celcom und Telekom Malaysia, ist mittlerweile von der Mehrheit der Aktionäre beider Unternehmen gebilligt worden.
Anhaltenden Widerstand gegen die Verschmelzung übt die DT. Statt der von Telekom Malaysia angebotenen 2,75 Ringgit pro Celcom-Aktie verlangt der Bonner Konzern eine Abfindung in Höhe von sieben Ringgit pro Aktie, was einer Gesamtsumme von rund 272 Millionen Euro entspräche.
DT beruft sich auf alte Vereinbarung
Die DT beruft sich auf eine frühere Vereinbarung mit dem Celcom-Management und will die Angelegenheit vom Internationalen Schiedsgericht in Paris untersuchen lassen.
