Ehemalige Infomatec-Manager vor Gericht
Vor dem Augsburger Landgericht hat heute der Betrugsprozess gegen die ehemaligen Vorstände des Neuer-Markt-Unternehmens Infomatec begonnen.
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten Gerhard Harlos und Alexander Häfele Gründungsschwindel, Kapitalanlage- und Kursbetrug sowie Insiderhandel vor.
Verteidiger wollen Gericht nicht
Zum Auftakt des Verfahrens beantragte Häfeles Verteidiger, das
Gericht wegen Befangenheit abzulehnen. Es bestehe die Gefahr, dass
der vorsitzende Richter die Beweise nicht angemessen würdige, da er
ein "Verfahren um jeden Preis" wolle.
InfomatecEine Einschätzung des Oberlandesgerichts München, wonach bezogen auf den Vorwurf des Insiderhandels nicht der erforderliche dringende Tatverdacht bestehe, habe der Richter missachtet.
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten vor, bereits beim Börsengang im Jahr 1998 den Wert des Unternehmens Infomatec stark überhöht dargestellt zu haben.
Der reale Wert der Anteile von damals rund 2,7 Mio. Euro sei bewusst auf 101 Mio. Euro taxiert worden. Dadurch sei der Emissionspreis der Aktie zu hoch festgesetzt worden und der Aktienkurs durch falsche Angaben in die Höhe getrieben worden.
