Sanyo verkauft Handy- und Chipsparte

krise
23.11.2006

Der defizitäre Elektrokonzern restrukturiert sich.

Der angeschlagene japanische Elektrokonzern Sanyo verkauft einem Zeitungsbericht vom Donnerstag zufolge im Zuge eines neuen Sanierungsplans seine Handy- und Halbleitergeschäfte.

Die Mobiltelefon-Sparte wolle Sanyo bereits im kommenden Geschäftsjahr auslagern und die Mehrheit an einen Wettbewerber verkaufen, hieß es in einem Bericht der Zeitung "Nihon Keizai".

Belegschaft kürzen, Werke schließen

Sanyo hatte bereits im vergangenen Jahr eine große Restrukturierung in Angriff genommen. Dabei will es seine Belegschaft um 15 Prozent kürzen und Werke schließen. Reuters hatte am Wochenende erfahren, dass Sanyo in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge einen deutlichen Verlust einfahren wird - auch wegen des schwachen Handygeschäfts.

Ursprünglich hatte der Konzern die Rückkehr in die Gewinnzone angepeilt. Seine Aktien fielen in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit über 30 Jahren. Sanyo wird am Freitag seine Halbjahreszahlen vorlegen.

(Reuters)