Handy-Recycling als Geschäftsmodell
Das US-Unternehmen Recellular hat ein Geschäftsmodell entwickelt, das auf gebrauchten Handys beruht. Das Unternehmen kauft alte Mobiltelefone [ab 100 Stück], repariert diese so weit notwendig und möglich und verkauft sie anschließend wieder in alle Welt.
Nicht reparierbare Geräte dienen als Ersatzteillager und werden schließlich einem Recycling oder entsprechender Entsorgung zugeführt.
Recellular verkauft vor allem an Unternehmen, welche die Mobiltelefone in Entwicklungsländer weiterverkaufen. Aber auch andere Firmen können [ab zehn Stück] zuschlagen.
In Österreich hat der Kriminalpolizeiliche Beratungsdienst früher funktionierende Mobiltelefone gesammelt und gefährdeten Personen, die sich selbst kein Handy leisten konnten, als "mobile Notrufsäule" zur Verfügung gestellt. Diese Aktion wird aber wegen der inzwischen erreichten Penetration nicht mehr fortgeführt.
RecellularDient einem guten Zweck
Zur Geräterekrutierung arbeitet das 1991 gegründete Unternehmen nicht nur mit Herstellern und Netzbetreibern, sondern auch mit verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen zusammen.
Diese sammeln alte Geräte von Spendern und senden diese dann an Recellular. Ein Teil des Erlöses dient dann dem guten Zweck.
So hat die Canadian Association of Food Banks [CAFB] die Aktion "Phones for Food" ins Leben gerufen. Dabei wird sie von einer Tankstellenkette und einem Kurierdienst unterstützt. Bei den Unternehmen abgegebene Geräte werden vom Kurierdienst zu Recellular in Michigan verbracht. Der Erlös geht an den kanadischen Dachverband der Food Banks.
