Smartphones ohne MS oder Symbian
Vodafone und Orange sind eine Beteiligung am US-Start-up Saveje Technologies aus Massachusetts eingegangen.
Mit dem Deal wollen die beiden europäischen Mobilfunkprovider bei Handset-Software sowohl von Microsoft als auch von Symbian unabhängig werden.
Vodafone und Orange haben zusammen 3,5 Mio. USD in das Unternehmen investiert, das ein Smartphone-Betriebssystem mit Features wie Internet Browser, Video-Player und anderen Multimedia-Anwendungen entwickelt.
Mit dem Einstieg von Vodafone und Orange hat das Start-up in einer zweiten Finanzierungsrunde bereits 17,5 Mio. USD aufgetrieben, insgesamt verfügt Savaje nunmehr über ein Kapital von knapp 30 Mio. USD. Der Markt für Smartphone-Betriebssysteme wird bisher von der britischen Symbian, Microsoft und Palm beherrscht. Darüber hinaus stellt Nokia selbst Software her, die mit dem Symbian-System kompatibel ist.
Saveje TechnologiesMonopol vermeiden
Obwohl die Summe, welche die britische Vodafone und die France-Telecom-Tochter Orange investieren, gering ist, trägt sich Orange bereits mit dem Gedanken, Handys mit Saveje-Software zu verkaufen. "Die Software ermöglicht uns, die komplette Erfahrung unseres Unternehmens auf ein Handy zu bringen", sagte Orange-Manager Richard Brennan.
Sowohl Vodafone als auch Orange stoßen sich an dem Gedanken, dass auf dem Mobilfunkmarkt ein Softwareanbieter die Szene so beherrschen könnte, wie Microsoft das bei den PCs tut.
Darüber hinaus wollen die beiden Telekoms ihre Services von denen der Mitbewerber unterscheidbar machen. Mit der Saveje-Software könnten Handsets mit einzigartiger Funktionalität entwickelt werden, so die Hoffnung.
