350 Euro Stundenlohn für Roboter

22.11.2006

Ein japanischer Roboter jobbt als teure Aushilfe in Krankenhäusern und Schulen.

Japanische Schulen und Unternehmen, die eine Aushilfe mit eisernem Willen suchen, können sich jetzt Roboter für einen Stundenlohn bestellen. Die blau-weißen "Ubiko"-Roboter, die wie eine Kreuzung aus "Hello Kitty", Küchenmixer und R2D2 aussehen, arbeiten bereits seit einem Monat in japanischen Krankenhäusern und sind nun auch für andere Jobs zu haben.

Die Maschinen können einfache Fragen beantworten und Informationen geben, womit sie beispielsweise als Empfangspersonal und Führer in Flughäfen und Bahnhöfen einsetzbar sind, wie der Hersteller Ubiquitous Exchange am Mittwoch mitteilte.

Zudem könnten die 1,13 Meter großen Helfer in Schulen eingesetzt werden, sagte Ubiquitous-Sprecherin Akiko Sakurai: "Sie können die Atmosphäre in den Klassenzimmern prüfen und verhindern, dass Kinder von ihren Mitschülern gehänselt werden."

Klassensprecher wird automatisiert

Die Roboter könnten beispielsweise im Klassenraum aufpassen, um Mobbing unter Schülern aufzuspüren. Das Thema ist in Japan ein großes Problem, in jüngster Zeit gab es eine Reihe von Selbstmorden gehänselter Schüler.

Problematisch für eventuelle Arbeitgeber könnte allerdings der Lohn werden, den die Roboter fordern: Umgerechnet 350 Euro pro Stunde müssen für die elektronischen Helfer hingeblättert werden. Für Werbe- und PR-Firmen seien die publikumswirksamen Roboter aber noch vergleichsweise billige Werbemittel, betonte Sakurai.

(APA | AFP | futurezone)